Die Luft wird kühler, die Blätter fallen, und bald ist wieder die Zeit für Kürbisse, Geister und jede Menge Süsses: Halloween steht vor der Tür und hat auch in der Schweiz Einzug gehalten. Doch wie kann man dieses Fest feiern, ohne eine Müll‑Lawine zu produzieren? Genau darum geht’s hier: Mit kleinen, cleveren Entscheidungen kannst du dein Halloween‑Fest nachhaltiger, stylisch und frei von Einwegplastik und Verpackungschaos gestalten.
Vorbereitung: Gute Planung = weniger Abfall
Bevor du loslegst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Planung. Denn je besser vorbereitet, desto weniger Reste und unnötiger Müll entstehen.
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Überlege dir, wie viele Gäste du haben wirst. So kannst du Essen und Getränke besser abschätzen
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Frage deine Gäste vorher, ob sie etwas mitbringen wollen (z. B. Snacks, Getränke, Deko) – so teilt ihr die Verantwortung und reduziert Überschuss
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Nutze wiederverwendbares Geschirr, Besteck und Gläser statt Einwegplastik. Vielleicht bringen deine Gäste sogar eigene Becher mit
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Falls du Kürbisse schnitzt: Überlege, wie du die Reste weiter nutzt (z. B. Kürbiskerne rösten, das Fruchtfleisch verarbeiten) oder wie du sie kompostierst
Gruselige Deko: nachhaltig & kreativ
Halloween‑Deko kann schnell aus Billigware bestehen – viel Plastik, Einwegartikel, Ballons, Folien. Doch es geht auch anders:
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Verwende Naturmaterialien wie Zweige, getrocknete Blätter, Kürbisse oder Kastanien. Sie sind biologisch abbaubar und noch dazu kostenlos
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Statt Folien‑ oder Kunststoffgeister: Nutze alte Bettlaken, Stoffreste oder alte T‑Shirts, um Geister‑ oder Fledermausformen zu gestalten
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Setze auf wiederverwendbare und nachhaltige Lichtquellen: z. B. LED‑Teelichter, Lampions aus Stoff oder Kerzen aus Raps- oder Sojawachs
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Verwende Stofftücher und -servietten statt Einwegtischdecken aus Plastik oder Papier
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In Brockis oder Secondhand Läden gibt es allerhand gruselige Halloween Deko
Snacks & Getränke: Geniessen ohne Verpackungs‑Sorgen
Halloween ist oft verbunden mit Süssem, Getränken und Buffet. Hier gilt: weniger Einweg, mehr Qualität.
- Lass deiner Kreativität freien Lauf und kreiere schaurige Snacks einfach selber. Mit rote Beete Pulver oder Lebensmittelfarbe lassen sich bspw. schaurig-blutige Desserts kreieren
- Kaufe Süssigkeiten möglichst ohne Einzelfolien oder in Grosspackungen, und serviere sie in wiederverwendbaren Schalen oder Gläsern
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Biete Getränke in grossen Behältern an („Self‑Service”‑Station) und stelle Gläser bereit oder bitte deine Gäste, ihre eigenen Trinkgefässe mitzubringen
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Verzichte möglichst auf Einweg‑Plastikstrohhalme oder Plastikbesteck. Nutze stattdessen: Edelstahlstrohhalme, Silikonstrohhalme oder einfach gar keine Strohhalme ;-)
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Überschüssige Speisen kannst du direkt zum Mitnehmen in mitgebrachte Behälter anbieten (z. B. kleines Gäste‑Goodie‑Bag)
Kostüme & Verkleidung: nachhaltig statt übertrieben
Halloween ohne Verkleidung ist für viele kaum vorstellbar. Aber: Viele Kostüme sind nur kurz im Gebrauch und landen danach im Müll.
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Schau zuerst im Kleiderschrank oder bei Freund:innen nach, ob du etwas Altes umfunktionieren kannst
- 'Selbstgemacht' kann einfach als Kostümregel festgelegt werden. Das garantiert Spass und fordert die Kreativität
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Nutze Second‑Hand‑Shops oder Tauschbörsen statt direkt neu zu kaufen oder leih dir ein Kostüm
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Verwende Make‑up statt Plastikmasken
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Wenn doch etwas gekauft wird: Achte auf Materialien, die sich weiterverwenden lassen – z. B. gute Stoffe, die nächstes Jahr wieder genutzt werden können
Aufräumen danach: sauber & ressourcenbewusst
Die Party ist vorbei und oft folgt ein Berg an Abfall und Aufwand. Hier ein paar Tipps zur Nachbereitung:
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Sortiere Müll gewissenhaft: Glas, Papier, Bio‑Abfälle, Restmüll. Vermeide Plastikverpackungen, die schwer recycelbar sind
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Kompostiere organische Reste wie Kürbisse und Gemüseabschnitte
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Bewahre wiederverwendbare Deko‑Elemente, Geschirr und Gläser für das nächste Jahr auf
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Reflektiere: Was kann nächstes Jahr besser laufen? Welche Dinge haben sich bewährt?
Fazit: Schaurig feiern, aber achtsam
Ein nachhaltiges Halloween bedeutet keinesfalls Verzicht. Im Gegenteil: Es bedeutet bewusstes Feiern mit Stil, Kreativität und Verantwortung. Wenn du ein paar der Tipps umsetzt, dann wird deine Halloween‑Nacht nicht nur unvergesslich, sondern auch ressourcenschonend.
Also: Schnapp dir deinen Kürbis, kreiere dein Kostüm, lade deine Liebsten ein und feier ein Halloween, bei dem das Gruseligste nicht der Müllberg am nächsten Morgen ist ;-)



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